Umwelttechnik als Bestandteil des Weltmarktes
Die Menschheit steht vor besonderen strukturellen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Auf der einen Seite muss den wirtschaftlichen und materiellen Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Auch wenn diese Bedürfnisse durch Industrie und ihrem unsinnigen Drang nach Wachstum geschürt werden.
Auf der anderen Seite muss der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel und dem Rohstoffmangel auf der Erde mit einem Bewusstseinswandel und neuer Technologien, sowie bewährter Lebensformen Rechnung getragen werden.
Leider hat die Wirtschaftskrise kein Umdenken in der Bevölkerung oder gar in der Politik bewirkt, und es wird immer noch auf alte aber nicht bewährte Methoden gesetzt.
Selbst das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit setzt auf die veralteten Parolen:
"Umweltschutz und Wirtschaftswachstum stehen somit
nicht im Widerspruch, sondern bedingen einander. Nur wenn es gelingt, Ressourcenverbräuche absolut zu senken und Emissionen zu vermeiden, werden Wohlstand und Entwicklung für alle erreichbar sein."
Das sind Parolen aus dem letzten Jahrtausend, welche wir im GreenTech made in Germany 2.0 des BMU finden.
Die beeindruckenden Wachstumszahlen der Umwelttechnik Branche sind natürlich erfreuend und zeigen einen sich entwickelnden Trend in der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Dennoch verbreitet der GreenTech 2.0 das Gefühl, die Rettung der Umwelt funktioniert nur mit einer wachsenden Wirtschaft.
Der Umweltminister Sigmar Gabriel scheint selber nicht zu ahnen, was alles getan werden muss, um dem Klimawandel entgegen zu treten. Das zeichnet ihn zwar nicht aus für seinen Posten, er liegt damit aber im guten Schnitt zu allen anderen Politikern.

Der Einfluss umweltschonender Technologien muss beschleunigt werden, und das nicht nur in der Geschwindigkeit, in der es der Markt zulässt.
Auch der Förderwettbewerb "Energie.NRW" ist schon fast ein wenig absurd, wenn man bedenkt, dass die regierenden Parteien die größten Bremsen bei der Umsetzung neuer Technologien sind.
Dabei könnten gerade die Kommunen und die Gesetzgeber mit ihrer legislativen Macht, die umweltschonende Technik voran treiben.
Da steht zum Beispiel die Brennstoffzelle auf dem Programm, welche schon ausgereift zur Verfügung steht, aber gerade in Deutschland nur wenig zum Einsatz kommt. Die Luxusmarke mit dem Stern hat es gerade mal auf ein einziges Modell mit Brennstoffzelle gebracht, dem BlueZERO F-CELL, und das erst im Jahre 2009.
Andere Firmen sind da zwar schneller zur Stelle, aber mangels Rückendeckung aus Politik und Druck der eigenen und der Öllobby sind auch ihre Produkte noch Randerscheinungen auf dem Markt.
Aprospos Öllobby, interessant sind auch die Umweltschutz-Aktivitäten in Dubai. In einem Land, das vornehmlich durch den Verkauf von Öl so reich geworden ist.
